Liebe Freunde und Wegbegleiter,

die allermeisten Menschen wissen, dass ein Heilpraktiker mit anderen Methoden und Mitteln arbeitet, als ein Arzt.
Doch nur wenige Menschen wissen, dass wir Heilpraktiker eine fundierte medizinische Grundausbildung absolvieren müssen, um unsere ‚Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde‘ zu erlangen.

Heute möchte ich erzählen, was ein Heilpraktiker verstanden haben muss, um die schriftliche und mündliche Prüfung vor Gesundheitsamt und Amtsarzt zu bestehen. Wie diese Überprüfung des Wissens und der Eignung abläuft, erzähle ich anschließend.

Die Grundausbildung des Heilpraktikers:

Anatomie: der natürliche Aufbau des Menschen von der Zelle über Blutgefäße, Lymphe, Organe, Muskeln, Knochen, Nerven… eben alles was dazu gehört.

Physiologie: die Funktion aller Körperteile und Organsysteme im Gesunden
Zellen, Stoffwechsel, Ernährung, Immunologie, Hormone, alle Organe und ihr Zusammenspiel, Nerven, Gehirn, Haut, Schwangerschaft, Geburt, Altern, Kindesentwicklung
 
Pathophysiologie: Die Krankheiten der Organe und Organsysteme, Ursachen, gängige schulmedizinische Behandlung und Arzneimittel (inkl. Wirkung u. Folgen)
 
Weiter: Grundwissen Psychologie/Psychiatrie, Notfallmedizin, Laborwerte, Gesetzeskunde, Hygiene, Injektionen/Infusionen/Blutabnahme, INFEKTIONSKRANKHEITEN

Die Überprüfung des Fachwissens:
Zweimal im Jahr haben Heilpraktikeranwärter die Möglichkeit an der Prüfung teilzunehmen.
Geprüft wird das gesamte Wissen aus allen Bereichen. Wer die schriftliche Multiple Choice Überprüfung bestanden hat, wird zur mündlichen Überprüfung zugelassen.

Zu meiner Zeit hatte die Prüfung bestanden, wer weniger als 7 Falschantworten gegeben hatte. Der Fragenkatalog war schier endlos (soweit ich mich erinnere 80 MC Fragen) und so gestaltet, dass sowohl die Fragestellung als auch die einzelnen und die kombinierten Antwortmöglichkeiten ein zweifelsfreies Wissen voraussetzten.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass schon während der Ausbildung zum HP zwischen 30 und 50 Prozent der Teilnehmer das Studium abbrechen. Und nur die Hälfte derer, die die Ausbildung abschließen, melden sich tatsächlich zur Prüfung an.

Die mündliche Überprüfung testet nicht nur unser Fachwissen, sondern vielmehr die Eignung des Heilpraktikeranwärters. Wir sollen hier zeigen, dass wir VERANTWORTUNGSVOLL mit unserem Wissen umgehen. Wir sollen zeigen, dass wir den NOTFALL ERKENNEN, unsere GRENZEN WAHREN, und – so steht es geschrieben – keine Gefahr für die Volksgesundheit sind.

Therapiemethoden und Naturheilkunde darf jeder Heilpraktiker sich zusätzlich aneignen, wie es seinen Neigungen und Interessen entspricht.

Wer diesen Weg geht, muss mit Herz, Verstand und Seele dahinterstehen!

Von Herzen Deine

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Heil werden an Leib und Seele

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Pferdegestütztes Erfahrungslernen

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Buchveröffentlichung ‚Stella Compañera – Ein Stern begleitet mich‘
Die Geschichte einer Selbsterfahrung in der Persönlichkeitsentwicklung mit Pferden
tredition Verlag 
ISBN: 978-3-7469-8457-5
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Newsletter November 2020 – Heilpraktiker: Was lernen die eigentlich?