Liebe Mitreisende,

bei der vorherigen Etappe unseres Heldenweges ging es darum, die eigenen Ängste anzuerkennen, während wir mutig auf unserem Herzensweg voranschreiten.

Heute führt uns der Weg darüber hinaus…
Nach dem mutigen Schritt in unbekanntes Gebiet, kommen wir bald in Kontakt mit unserer Verletzlichkeit. Das Neue ist uns noch fremd. Es verunsichert uns und wir werden daran erinnert, wie wichtig es ist, auch unsere Schwächen anzuerkennen.

Sturm

Hat unser Weg uns bis hierhin gelehrt, kraftvoll für unsere Ziele und unser Sehnen einzustehen, standhaft zu bleiben und auch Stürmen zu trotzen, … Dinge zu opfern, um uns selbst treu zu bleiben… so ist es jetzt an der Zeit uns einzugestehen, dass wir den Weg nicht alleine gehen können. So wertvoll es ist, sich gegen Gegnerschaft behaupten zu können. Diese kämpferische Haltung vermutet allzu schnell in jedem einen Feind. Allzu leicht geraten wir in Abwehr gegenüber den Herausforderungen im Leben und dem, was andere Menschen an uns heran tragen. Seien das andere Wertvorstellungen, Erkenntnisse oder andere Gewohnheiten.

In unserem Verlangen das, was uns beseelt zu verwirklichen, authentisch zu werden, den eigenen Wesenskern zu entdecken und kraftvoll zu entfalten, stemmen wir uns vielleicht allzu sehr gegen Impulse von außen.

So verlieren wir möglicherweise den Blick für die Geschenke des Lebens und vermuten Angriff, wo uns geholfen werden will. Aus unserer eigenen kriegerischen Haltung heraus fällt es uns schwer den Gedanken zuzulassen, dass uns jemand wohlwollend und unterstützend entgegenkommt. Unsere Furcht, in Zukunft – so wie es in der Vergangenheit geschah – verletzt zu werden, hindert uns.

Doch das Leben meint es gut mit uns. Da draußen lauert kein Feind. Es ist wichtig zu lernen, Freund und Feind zu unterscheiden. Wir dürfen nun erkennen, dass Widerstand nicht zwingend ein Anzeichen für Gegnerschaft ist. Anstatt voreilig Angriff zu wittern, gilt es zu prüfen, was das Leben uns hier präsentiert.

Jedes Ereignis ist ein Geschenk, das uns helfen möchte zu wachsen. So mancher Mensch sieht zunächst kriegerisch für uns aus. Doch seine Absicht ist möglicher Weise friedlich. Wie werden wir das wissen, wenn wir unser inneres Bild einer feindlichen Umwelt auf ihn projizieren und ihm kämpferisch begegnen? Wie leicht passiert es uns, dass wir angesichts unserer Verletzlichkeit lieber gleich die Waffen in die Hand nehmen? Anstatt unseren inneren Aufruhr zu fühlen und uns einzugestehen, dass wir Wunden, Schwächen und Fehler haben.

Bleiben wir uns wahrhaftig treu, auch in unserer Verletzlichkeit? Lassen wir zu, zu fühlen wie es uns wirklich geht? Gehen wir achtsam mit uns um, indem wir für uns sorgen und uns beruhigen? Denn erst dann können wir den anderen sehen und erkennen, was ihn bewegt und er uns wirklich sagen möchte. Erst dann, im Erkennen, dass der andere seiner eigenen Prägung, seinen eigenen Bedürfnissen folgt, können wir beginnen, eine gemeinsame Lösung zu finden, die beiden gerecht wird.

Erst jetzt werden wir auch in der Lage sein, das Scheitern einer solchen Lösung ohne Unruhe anzuerkennen. Die Uneinigkeit hat ihren kriegerischen Aspekt verloren. Sie wird frei von Bewertungen anerkannt und der Zustand der Un-Lösung darf sein. Wir können bedauern und hinnehmen, ohne uns angegriffen zu fühlen.
Vielleicht können wir mit gelassener Geduld die weiteren Fügungen des Lebens sich entfalten lassen. Üben, angemessen auf jede Situation zu reagieren und Angebote zur Lösung wahrzunehmen.

Ruhen wir in uns selbst im Bewusstsein unserer Kraft UND unserer Schwächen, beginnen wir, uns auf neue Weise berühren zu lassen und zu berühren. Wir selbst und das Leben dürfen SEIN wie wir und die Dinge sind. Wir können beginnen, Unstimmigkeiten und Missstände aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Wir lernen, dass Fehler passieren… uns allen…
Wir erkennen jetzt, was wir aus ihnen lernen können und was es braucht, um einen Ausgleich für unangemessene Reaktionen zu schaffen. Wir begeben uns damit auf den Weg, das rechte Maß zu finden und Wohl von Übel unterscheiden zu lernen.

Wer sich seine eigenen Schwächen eingesteht und sie wohlwollend annimmt, wird mit seinen Urteilen über andere milder umgehen. Bis zu dem Punkt, wo wir das Ver-Urteilen ganz aufgeben. Eine neue Haltung ist in uns gewachsen. Wir unterscheiden von nun an, ob unser Verhalten und unsere Reaktion einer Sache zum Wohle dienen oder unnötigen Schaden anrichten. Bereit, sowohl unsere Kraft als auch unsere Verletzlichkeit zuzulassen und zu leben.

Das Leben in seiner Tiefe ist ein Abenteuer…
und ich freue mich, dieses Abenteuer mit Euch teilen zu dürfen!

Im Anschluss an meinen Brief findet Ihr Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen. Weitere Angebote sind bereits im Entstehen und bald kommen auch mehr Informationen für Euch, wie Ihr Pferdegestützte Therapie für Euch nutzen könnt, um bewusster, heiler und glücklicher zu werden!

Mit den besten Wünschen

Eure

unterschrift


Workshop – Tanz mit dem Pferd

 

 

Workshop – Die Kraft der Bäume

Newsletter Juni – das Leben meint es gut mit uns